Split-Personality: Zwischen Kunst und Kunde?

Shownotes

Split, Essex, Tübingen – Sara hat sich ihren Weg durch die Welt gewiggled. Zusammen mit Lokallegende-Addi geht's um das Leben zwischen Sprachen, Kulturen und Kreativität – und was das alles mit dem eigenen Kopf macht. Sara hat dazu ihre ganz eigenen Takes: ein Kurzfilm ganz ohne Worte, Street Art, Illustration. Überlebt so eine Kunstseele den Agenturalltag oder wird sie dadurch sogar beflügelt? Im Sitzen widmen sich die Artys dem Spagat zwischen persönlicher Kreativität und kommerziellem Kundenwunsch. Denn mit Sara ist endlich jemand im Studio der Addis Sprache spricht – Dänglisch.

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00:00:01: So, jetzt ist auf jeden Fall rot.

00:00:03: Mein Mic noch mal ein bisschen lauter machen bzw nicht das Mikrofon sondern die Headphones starten ja.

00:00:21: Ich hab mir extra die Powerpoint noch

00:00:35: mal

00:00:36: runtergezogen, in der du dich vorgestellt hast und genau darauf eingegangen bist wie man deinen Namen ausspricht.

00:00:43: Sarah, du hast vermutlich den längsten und vielleicht auch den eckigsten Weg bis in die Cavalry gehabt.

00:00:51: Kommst gebürtig aus Split?

00:00:54: Und bis von dort aus erst einmal über wenn ich so richtig im Kopf habe ein Stipendium Im Bereich Literature and Languages at the University of Exis.

00:01:06: Essex gewesen?

00:01:08: Von dort nochmal in Auslands, ja in Deutschland im Zuge des Studiums wahrscheinlich.

00:01:14: Weil ich Deutsch gelernt habe.

00:01:16: Genau dann da noch mal also direkt nach Tübingen.

00:01:20: Nach kurzem Konstanz und dann nach TÜbingen

00:01:21: Und unmittelbar nach in Tümingen verliebt

00:01:24: Ja total

00:01:25: Und dann letztendlich hier Kleben geblieben und nach dem Studium war bei dir immer noch nicht zu Ende.

00:01:31: Das heißt, nach einem Studium hast du gesagt in Tübingen den Masterstudiengang in Medienwissenschaften... ... dazwischen

00:01:38: sogar eine Pause mit FSJ gehabt weil ich mich genau wusste wie es weitergeht so.

00:01:42: Ich konnte

00:01:43: das

00:01:43: noch Deutsch nicht so gut, deswegen konnte ich nicht studieren.

00:01:45: Das

00:01:45: FSJ war wenn ich mich recht erinnere im Hölder Lindturm oder?

00:01:48: Das war ja quasi der erste Kontakt eigentlich zum

00:01:52: Medien ...

00:01:53: zu Medien oder zu grafischen Umsetzungen, da können wir nachher vielleicht auch noch mal kurz einen Hölterlinenturm quaken.

00:01:59: Und dann dein Master erfolgreich beendet an der Uni Tübingen.

00:02:04: Zwei, fünfundzwanzig meint ich.

00:02:06: Es hat sich ja quasi dann nochmal überschnitten.

00:02:08: Das heißt... Dein Start hier und das Ende des Studiums sind aufeinander gefallen.

00:02:14: ... im Bewerbungsgespräch gesagt, kann sein.

00:02:17: Da kommt noch so ein bisschen die Verteidigung deiner Abschlussarbeit und da ist noch einen Termin, der es nur nicht ganz safe ob er liegt... Dann während der Zeit auch als Freelancerin nochmal ein bisschen unterwegs gewesen.

00:02:29: Ein

00:02:29: klein Unternehmerin.

00:02:30: Bisschen Chibo habe ich, bisschen Chibo, bisschen alles, bisschen größere Produktion mit geholfen oder dabei gewesen.

00:02:41: Auch sowohl das Statische Bild als auch das Bewegte da mitbegleitet.

00:02:54: Dann in der Pharmaindustrie noch ein bisschen unterwegs gewesen, da dann eigentlich wieder einen anderen Bereich ja schon fast eher in Richtung... Content creation.

00:03:06: Ja, war

00:03:06: auch Social Media

00:03:08: ganz heftig.

00:03:08: Social Media Strategie irgendwie auch neu aufsetzen wahrscheinlich vielleicht auch so ein bisschen als One-Man Army ich weiß nicht wie... Das hat natürlich ganz viele Vorteile sich ja dann manchmal ausleben kann.

00:03:22: es hat aber auch natürlich ganz viel Nachteile weil man ist halt allein und vielleicht ist auch schwierig seine eigenen Ideen dann irgendwie vermittelt zu bekommen wenn man nicht so ein bischen Druck aufbauen kann Und dann letztendlich ja dein Studium abgeschlossen und wenn das nicht schon genug tausendsassa irgendwie in den ganzen Eigenschaften wären, du illustrierst nebenher.

00:03:43: Und in meiner kleinen Personal-Research ist mir aufgefallen dass du auch schon so ein paar Blockartikel geschrieben hast.

00:03:51: Ja,

00:03:53: ich sag dir genau wann's war.

00:03:54: Ich meine es war im

00:03:57: Jahr.

00:03:58: Oh, das war Studium-Denken.

00:03:59: Das war so ein Studiumprojekt was wir alle im Kurs machen mussten halt... ...aber du.

00:04:05: Digitalistischer Karriere ist auf jeden Fall hinter

00:04:07: mir!

00:04:07: Aber das ist doch auf jeden fall witzig weil es ist das was man von... Was man im Internet noch fiel.

00:04:12: Das ist ja schon auch ganz cool wenn man so... Selbst mal

00:04:15: drüber gucken was da für Trace das von mir noch

00:04:18: sind.

00:04:18: und dann hätte ich mir super gern dein Bewerbungsvideo nochmal angeguckt von damals.

00:04:23: Ich hab's aber nicht mehr gefunden beziehungsweise der link ist schon lange tot.

00:04:28: natürlich ich hatte irgendwann mal das video runter gehauen weil die speicherplatz thematik dann irgendwie so ein bisschen am stahlso fernlich cool wenn wir das würde ich das würde sich gerne gerne irgendwie irgendwann mal nochmal angucken.

00:04:44: so sarah wenn du den feierabend gehört hast Dann würdest du oder alle anderen wissen, dass in der ersten Folge oder in der zweiten irgendwann mal entschlossen wurde.

00:04:57: dass der Feierabend zum Feieramt auch aufgenommen wird und begleitet wird von einem Feieramendgetränk.

00:05:04: Mhm, sehr gut!

00:05:04: Was ist für mich das?

00:05:05: Ich finde es ja nämlich ganz traurig, dass Traditionen dann so wegbrechen mit der Zeit weil wir die Podcasts an morgens aufgenommen haben oder sonst zu irgendwelchen unmöglichen Zeiten.

00:05:16: Jetzt sind wir eigentlich schon fast im Feier Abend Und ich habe mir gedacht Wir halten uns an dieses Konzept.

00:05:22: Hey Ja Das heißt... Ich hab hier entweder Alles gekühlt.

00:05:30: Natürlich ein Multivitaminsaft dabei für dich, wenn du antialkoholisch bleiben möchtest.

00:05:35: Überhaupt kein Problem!

00:05:37: Ich habe einen Aperol Shit dabei.

00:05:40: Da gibt es ja natürlich noch mal eine kleine Backstory dazu von der Klausur oder ein Zuttle All.

00:05:50: Das kann ich leider wegen Blutenthematik nicht.

00:05:52: Scheiße,

00:05:53: das hätte ich natürlich...

00:05:54: Denkst du es ja?

00:05:55: glutenfreies Bier vielleicht?

00:05:56: Das hätte ich wissen müssen.

00:05:57: Es war jetzt ein krettes Eigentor.

00:05:59: also aber du hast schon gesagt du würdest beim Aperol Shit bleiben.

00:06:02: Es ist

00:06:03: nur die Frage ob man den aus der Flasche trinken darf oder ob es ein Glas sein sollte.

00:06:11: dann hole ich dir gerne eins.

00:06:12: So fennst du sie

00:06:13: mir nicht hin.

00:06:14: So dann

00:06:15: thank

00:06:15: you!

00:06:17: Reicht ihr das mal rüber?

00:06:19: Ich bleib natürlich bleiben Birge, Klassiker.

00:06:23: Zum Wohl auf dem Pfeilabend.

00:06:31: Ganz hervorragend!

00:06:33: Das ist einfach eine schöne Tradition, sollten wir nicht überbohrt werden.

00:06:39: Der letzte Podcast ist schon ne ganze Weile her.

00:06:44: In der Zeit ist natürlich auch das ein oder andere passiert nur um so ein paar ganz kleine Eckpfeiler reinzurammen.

00:06:50: Ende des Monats ziehen wir um.

00:06:51: ich glaube dass es so ein bisschen die größte Veränderungen, die hier in der Cavalry passieren wird.

00:06:58: In den nächsten Wochen.

00:07:00: Das heißt vielleicht etwas verspätete Planung zieht es jetzt ganz schön an und man versucht so alle Rädchen- und Arbeitsblöcke ineinanderlaufen zu lassen hat ja da auch natürlich recht viel Parallelstruktur.

00:07:16: also einmal natürlich alles was hier passiert einmal alles was vor Ort passiert für alle.

00:07:20: wir verlassen hier Zwei Drittel der Gebäude.

00:07:24: Struktur, das heißt das Kreuzberg und das West des Ursprünglichste sozusagen.

00:07:29: Der Büros die zwei zusammenhängenden Büros, die werden aufgegeben und wir behalten hier das East noch so als eine Interimslösung während wir dann Richtung Tübing-Lustner in der Ecke Richtung Bebenhausen raus eine Location gefunden haben.

00:07:46: Die wird ab Ende Juni Anfang Juli beziehen werden.

00:07:51: Das wird natürlich noch mal ein bisschen chaotisch.

00:07:53: Das kriegt ihr dann bestimmt auch alles Social Media-mäßig mit, das heißt es ist so ein bisschen ein kleiner Neustart würde ich jetzt nicht nennen aber zumindest... Zumindest wird man mal ein bisschen schauen, wie so die Stimmung dort ist.

00:08:08: Wie so der Vibe ist?

00:08:09: Wie wir uns da schnell einleben... ...wie sich so genau und frische Wind kann sich so ein bisschen neu umstrukturieren vielleicht mal den Downloadsordner löschen Und die Schreibtisch wieder aufräumen sowohl die digitalen als auch die analogen Was es sonst noch passiert.

00:08:25: Wir haben für Sprantnetal einen Preis abgeräumt sehr sehr schön.

00:08:30: Den Preis für Deutsche Den deutschen Preis für Online-Kommunikation, kurz DPOK oder Depok gibt alle möglichen... Ich glaube jeder sagt es anders.

00:08:45: Den haben wir gewonnen.

00:08:46: ziemlich fett.

00:08:46: da haben wir auch ein paar große Player in der Kategorie hinter uns gelassen gibt immer nur einen der kategorie auf dem Treppchen stehen darf.

00:08:55: das hat uns ganz besonders gefreut.

00:08:57: die Niederlassung Berlin hat einen Pitch abgeräumt.

00:09:02: Grüße gehen an Yannick und Alexander.

00:09:04: Yes!

00:09:04: Grüße gegen Raus, natürlich dürfen wir noch nicht darüber sprechen.

00:09:08: Schade schade aber da ist diese Woche ein Kickoff zu wo die Nale extra hoch fährt.

00:09:17: Shooting Bamberg dann nach Berlin.

00:09:19: ich finde es hört sich auch irgendwie so eine

00:09:21: kleine

00:09:22: Titel erst nach Bamberg, dann nach berlin um halt eben da den Auftakt zu machen.

00:09:27: das heißt Kunden sind aus Berlin.

00:09:31: Das heißt, das anvisierte Ziel für da oben nimmt langsam ein bisschen Gestalt an und es ist super schön natürlich.

00:09:40: Ansonsten gab es einen Event rund um den Launch der Marke Reutlingen.

00:09:46: Das heisst die Marke-Reutlingen ist auf dem Weg zur Stadtmarke, hat ein neues Logo bekommen und natürlich nur die Spitze des Eisbergs.

00:09:55: Es ist ja nicht nur ein neues logo, sondern meistens fast die kleinste Disziplin in dem ganzen Themenbereich, sondern auch da damit ein komplett neues CD-Manual und eine neue Guideline.

00:10:08: Das hat viel, viel Vorbereitung gebraucht und ist rollouted worden leider... mit sehr viel Regen begleitet.

00:10:19: Es war bitter, es war unter der Woche, es waren wirklich Bombenwetter.

00:10:23: alle Tage vorher und an besagten Tag auch noch bis Mittags, also bis Start der Veranstaltung war gutes Wetter dann kam der Regen aber die Räutlinger haben sich vom Regen nicht wegdrücken lassen.

00:10:39: So, Sarah.

00:10:40: Ich würde gerne einfach so ein paar kleine Formate mal machen um so ein bisschen warm zu werden und dich kennenzulernen.

00:10:49: Und zwar habe ich ein bisschen in die Runde gefragt ob es ein paar Mitarbeitiefragen gibt, die gerne an dich gerichtet werden wollen.

00:10:59: Felix S aus P will wissen du sprichst ja einige Sprachen.

00:11:05: Welche davon sprichst du am liebsten und welche würdest du am Liebsten noch lernen?

00:11:09: Oh, das ist eine coole Frage.

00:11:11: Ich weiß nicht welchen ich am liebsen spreche... Welche

00:11:13: sprichest du denn alle?

00:11:14: Kroatisch Deutsch Englisch würde ich sagen fließend und bisschen russisch.

00:11:19: Verstehe ich mehr als sie sprechen kann.

00:11:21: Das hören die Und ich würde sagen es kommt total drauf an wofür?

00:11:25: Die letzten jahren spreche ich deutsch so viel und im Alltag dass jetzt meine primäre Sprache geworden ist.

00:11:31: Ich habe mit meiner Mom telefoniert vor letzte Woche und mir kam nur deutscher Wörter.

00:11:34: Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wie ich das auf Gratis sagen sollte.

00:11:38: Und das war mir schon ein bisschen peinlich.

00:11:39: Das wäre jetzt so.

00:11:40: meine nächste Frage gewesen.

00:11:41: Träumst du in Deutsch oder träumst wirklich im Mix?

00:11:45: Total

00:11:46: wilder Mische einfach!

00:11:47: Also ich hab es noch nicht geschafft auch französisch zu träumen.

00:11:50: Das könnte ja natürlich auch so ein bisschen kleiner winkt beim Zaunfall an meine französe Skills sein.

00:11:55: Vielleicht musst du's nur aktiver nutzen.

00:11:56: Ich glaube wenn du jetzt drei Monaten in Frankreich wärst...

00:12:00: Wenn sie noch nicht bis in meinen Traum geschafft haben.

00:12:03: Aber was, also meine Feststellung natürlich so fremdsprachend klar zwei Wochen ich finde so man braucht eine Woche um wieder ein bisschen Zugang zu finden und nach zwei Wochen kriegt man, finde ich, in der Formulierung die Tricks wieder rausgedreht dass man sagen kann Ich komme doch eigentlich über den Umweg auch ganz geschickt an das was ich sagen will mit dem was ich möchte.

00:12:25: Also so ich finde in der ersten Woche ist immer so Eins-zu-eins Übersetzung von dem, was ich jetzt sagen würde auf Deutsch.

00:12:33: Probiert es irgendwie so unmittelbar ins Französische zu transportieren und dann fällt ein doch auch nicht weißes Wort gar nicht.

00:12:41: Und nach zwei Wochen kriegt man dann so wieder ein bisschen die Moves zu sagen ja umschreib' ich's doch einfach ganz geschickt so!

00:12:47: Dann funktioniert das und man kann das dann nach zwei wochen finde ich ganz gut kaschieren dass ein bisschen was fehlt.

00:12:52: Voll und ich meine, ich mache mir gar keine Gedanken mehr.

00:12:54: Ich sage einfach das... Es kommt irgendwie mal raus.

00:12:57: also es ist nicht mehr so ein bewusster Prozess wenn man die Sprache spricht.

00:13:00: bei mir früher war das so, dass ich mir wirklich alles auch Deutsch ganz genau überlegt habe.

00:13:04: Ich bin passiert immer noch, dass sich da jetzt auf mein Ding und ich bin der, den das Artikel sagen will.

00:13:08: Was ist?

00:13:08: Das weiß ich nicht aber ich sag's mal einfach um.

00:13:11: ganz oft übersetzt ich direkt aus anderen Sprachen und denke nichts dabei bis ihr anfängt zu lachen.

00:13:15: Und dann finde ich mir so, ja okay was habe ich jetzt gesagt.

00:13:18: Aber Hauptsache man versteht mich und dann passen sie auch.

00:13:21: Ich finde es ist ein total cooler Sprachgebrauch so wie du den hast.

00:13:27: Auch diese Mix macht ja schon einfach deine Kommunikation aus und ich glaube dafür lieben dich hier auch ganz viele für die

00:13:36: Englisch.

00:13:36: Genau!

00:13:37: Slightly... Für die immer wieder mal Englische droppen.

00:13:43: Felix fragt natürlich noch weiter Welche Kampagne oder Werbeidee als alter Werbedino?

00:13:50: Von extern hatte ich am meisten geprägt bzw.

00:13:54: hast du da überhaupt irgendwie eine?

00:13:56: Machst du von der Kawa?

00:13:57: Nee, vom extern.

00:13:59: Oh generell!

00:14:00: Boah das ist jetzt schwierig... Ich guck so einen Spot könnte ich mir nicht so was überlegen aber ich feier generell Ikea's Werbung sehr sehr muss ich sagen.

00:14:07: die ziehen mich total an mit diesem ... dass man nicht Sachen super konkret sagt, sondern ein bisschen halt mit Assoziationen spielt.

00:14:13: Ich bin ein großer Fan von so assoziativen Denken und ich finde sowas feierlich einfach.

00:14:18: Ich find's sehr cool!

00:14:19: Jetzt

00:14:20: ist deine ganze Werbelandschaft ja auch so aus deinem Lebenslauf noch recht jung.

00:14:25: Ab wann hast du denn so ein bisschen das Gefühl gehabt?

00:14:27: Du fängst eigentlich... überhaupt aktiv an dich mit Kommunikation zu beschäftigen und auch so.

00:14:32: Welche

00:14:33: Art der Kommunikations ist die Frage?

00:14:35: Weil Werbung erst seitdem ich vielleicht in der Kawa bin, vielleicht ein bisschen früher bei den Chippo-Phase weil das war auch so ein großes Unternehmen eigentlich wo man dann schon so kampanenmäßig gedacht hat aber auch... Viel flacher, sag ich mal so.

00:14:47: Wir haben... Also große Unternehmen heißen immer Hierarchien und das ist ganz anders als was wir hier machen und wie.

00:14:52: wir arbeiten dran.

00:14:53: aber Kommunikation generell war immer mein Thema nur aus anderen Ecken also erstmal durch die Literatur Das heißt auch ganz klassisch über Bücher oder Schreiben oder was weiß ich Und dann natürlich auch über die Kunst und so visuelle Kommunikations.

00:15:08: Aber Werbung, Werbung ist ein neues Kapitel für mich muss ich sagen.

00:15:11: Und da bin ich immer noch am Lernen und das merke ich immer wieder mit neuen Projekten die auf meinem Tisch landen dass sich... ...dass da auf jeden Fall Wissenslücken sind.

00:15:17: aber ich denke ich habe gespürt.

00:15:19: dafür um so natürliches wie soll ich es sagen?

00:15:22: Es macht Spaß daran zu entdecken irgendwie und ja.

00:15:28: Ist natürlich auch immer total interessant die Mechaniken die so also was ich auch immer super interessant finde So die Light-Idee aus so einem einzelnen Asset rauszuerkennen, ist ja oft gar nicht so ersichtlich.

00:15:43: Manchmal braucht es auch wirklich ein bisschen das Flankieren aus unterschiedlichen Assets oder so dieses ganze Kuratierte rund um die Kampagne und die Light Idee so ein bisschen rauszuarbeiten.

00:15:54: also das würde jetzt vielleicht ein bisschen gegen FOSS sprechen der sozusagen immer den das kleinstmögliche Asset, nämlich das Achtzehn Eintol nimmt um irgendwie Kampagnenmechaniken und Logiken zu analysieren.

00:16:10: Ich finde es natürlich immer schön wenn die Light-Idea aus unterschiedlichen Richtungen irgendwie emotional aufgeladen wird.

00:16:20: Wir hatten auch immer, Felix und ich hatten irgendwann mal so ein bisschen den Begriff der Advertising Brothers also nicht in... Kontext zwischen Felix und mir, sondern eher in der... Wir sind keine Brüder.

00:16:34: Nein, noch Spaß!

00:16:35: Kuss, Felix.

00:16:37: Sondern eher so ein bisschen aus einer Theorie raus, dass ich es total interessant finde den ... exakt gleichen Typen in der Target Group kennenzulernen, der quasi genau die gleiche Werbung ausgespielt bekommt.

00:16:49: Wie

00:16:49: ich!

00:16:50: Ja?

00:16:50: Also zu sagen... Dein

00:16:52: Data-Brother.

00:16:53: Genau so ist es nicht viel treffender vielleicht über die Werbungen irgendwelche Matches zu machen als über irgendwelchen Dating-Apps.

00:17:02: und würden wir uns dermaßen gut verstehen weil wir weil das so viel dann irgendwie mit abgefrüstigt hat.

00:17:09: Ich weiß es nicht, keine Ahnung also von dem.

00:17:12: Okay gut.

00:17:16: Spooky!

00:17:17: Dann will die Natalie wissen in der Wahrnehmung hast du eine ausgeprägte künstlerische Art.

00:17:23: Hast ja auch jetzt schon mal gesagt aus welcher Kommunikationsecke du ja auch im Ursprung vielleicht herkommst.

00:17:29: wie geht es dir im Kundenalltag damit?

00:17:32: Kannst du deine künstlerische Seite da entfalten oder fühlst du dich manchmal eingeengt durch die Vorgaben, mit denen man arbeiten muss?

00:17:39: Wie lebst du deine Kunst außerhalb der Arbeit

00:17:41: aus.

00:17:41: Nale, das ist eine tolle Frage!

00:17:42: Ja ich muss sagen bisher eher weniger und es gab paar Projekte auf jeden Fall, die das erlaubt haben.

00:17:51: aber Ich muss sagen dass ich auch merke also wir sind lang in Tour für Gesellschaft und Technologie.

00:17:55: Und ich muss sagen, die gesellschaftliche Seite liegt mir viel besser, viel näher als die Technologiseite.

00:18:01: Das merke ich immer wieder an verschiedenen Kunden, dass der Zugang dazu viel nähere ist und das jetzt vielleicht nicht rein künstlerischem Sinne von wie der visuelle Kommunikation.

00:18:09: Aber ich merke, dass sich viel schneller mich damit abfinden kann und coole Idee haben kann, dass ich empathischer rangehen kann mit gesellschaftlichen Themen als reintechnischen diesen... Da fehlt mir noch.

00:18:21: Da muss ich noch entweder einen Weg finden oder mich damit erfinden, dass vielleicht nicht für mich ist.

00:18:25: Aber ich finde das bei gesellschaftlicheren Themen kann ich viel mehr diese künstlerische Schiene quasi also ja...

00:18:35: Ich glaube auch ehrlicherweise, dass man die Kommunikationsbranche schon auch fast ein bisschen als eine Kunstform betrachten kann.

00:18:46: Ja schon aber ich finde es ist auch so ein Ding was ich gemerkt habe wo ich früher meine Illustrations Kleidunternehmen geführt haben, dass Kunst und Dienstleistungen sind zwei verschiedene Sachen.

00:18:57: Und ich denke wir alle, viele von uns vor allem Artis, wir kommen aus so einer Ecke wo wir Liebe für Kunst für schöne Sachen haben, für Ästhetik für ... und klar wir nutzen das in dem was wir machen.

00:19:10: aber ich finde dienstleisterische Aktivitäten, die wir betreiben in der Kabberlerie sind schon ganz anders als was Künstlerisches.

00:19:17: Und deswegen habe ich zum Beispiel mich damals auch entschieden mit meinen kleinen Unternehmen das nicht weiterzumachen weil ich habe realisiert es hat keinen Spaß mehr gemacht dass für als Auftrag oder fürs Geld zu machen und das so irgendwie kleinteilig zu machen.

00:19:31: Ich hab gesagt nein wenn dann machen wir das für Spaß machen wir dann richtig mit Leidenschaft halten.

00:19:35: dann nimmt man sich so viel Zeit wie man will macht man wie.

00:19:38: man kann natürlich immer noch ein Auftrag sein aber ich finde die Rahmenbedingungen sind anders Und ich versuche das für mich so zu trennen und deswegen fühle ich mich nicht mehr so oppressed, wenn ich hier nicht so künstlerisch unterwegs bin.

00:19:49: Weil ich sehe, dass heißt zwei getrennte Sachen eigentlich.

00:19:53: Was ich mich auch immer voll oft frage in dem Kontext ist sozusagen ab wann bist du als erfolgreicher Künstler vorausgesetzt?

00:20:00: In eigentlich genau dem gleichen Rädchen wie es auch einen Dienstleister oder einen Werbeschaffender ist?

00:20:08: also man hat ja keine Ahnung.

00:20:11: Wenn ich mir jetzt zum Beispiel überleg, so ein Philippe Pantone kennst du den?

00:20:15: Der hat so keine Ahnung.

00:20:18: Er macht seit zehn Jahren und er kommt auch auf jeden Fall irgendwie aus der Graffiti Szene.

00:20:22: Hat so ein bisschen diesen ganzen achtziger Jahre Gradient also in diesem rot-braunen gelb orange dann kontrastiert mit den kalten Tönen für sich irgendwie entdeckt, immer wieder neu erfunden.

00:20:37: Das dann kombiniert mit unterschiedlichen Pattern und so schwarz-weiß, so Dazzle Camouflage mäßig bringt es irgendwie zusammen und ist damit wahnsinnig erfolgreich gewesen.

00:20:51: Und das ist auch bis heute Wahnsinnig Erfolg.

00:20:53: Er hat auch noch mal so ein bisschen andere Ausprägungen, wo er eher in Installationen arbeitet die er dann mit Farbplatten arbeiten und Lichtinstallationen auch total cool.

00:21:04: da kam mir so ein Bisschen froh dass war der zweite Zweig den er ganz unbedingt aufmachen musste um weiteren Künstler in seinem eigenen Verständnis zu sein weil ich hatte so ein bisschen des Gefühl irgendwann Mal weil er immer nur auf dieses Farbspektrum reduziert wurde.

00:21:16: Der war dann irgendwie bei Jack Daniels oder bei Absolute, ich weiß schon gar nicht mehr was es war Flaschendesign, dann kam irgendwie Tissot und hat einen Ziffernblatt mit seinen Patterns gemacht.

00:21:26: Dann kam noch alles dazu.

00:21:30: Lamborghini, hat eine Kare da damit gemacht Glouter Interior Designs, dann wurde das irgendwie im Pool innen drin riesige Murals irgendwelche Expos und Ausstellungen.

00:21:43: Riesige, riesige Flächen.

00:21:45: wirklich bekommen dir halt.

00:21:46: aber eigentlich immer nur mit irgendeiner Abwandlung von diesen Pattern, das mit dem er so erfolgreich geworden ist... ...bemalt oder bespielt hat letztendlich.

00:21:56: Und da frage ich mich natürlich schon auch ab wann?

00:22:00: Ist derjenige nicht am Ende genauso wegen seinem eigenen Style gebucht zu werden?

00:22:06: Das stelle ich mir total wertschätzend.

00:22:09: vor.

00:22:10: ein bisschen diesem

00:22:12: Bist du kein Bock mehr?

00:22:13: Genau.

00:22:14: Diesen Schlüssel so in der Hand zu haben, zu sagen ich habe das gefunden worauf die Leute quasi abfahren, worauf sie also einen Trend oder ein whatever gesetzt bis sich aber irgendwann mal so sagt oh ich kann es vielleicht selber bald nicht mehr sehen.

00:22:28: Also ich glaube genau ja genau es fühlt sich fast schon an wie so ein goldener Käfig.

00:22:33: Total.

00:22:34: Ja finde ich natürlich die Branche in der wir unterwegs sind auch wenn sie nicht vielleicht diesen künstlerischen Anspruch hat, den man jetzt so expressiv ausleben kann.

00:22:44: Genau aber du hast natürlich irgendwie eine Abwechslung und kannst ja auch schon glaube ich wenn der Druck jetzt zu groß, der innere Druck zu groß werden würde auch irgendwie versuchen eine andere Ausprägung innerhalb deiner eigenen Arbeit ... zu finden.

00:22:59: Absolut

00:23:00: und das musst du eigentlich machen, weil wie wird's aussehen wenn wir immer mit der gleiche InSpo... ...mit gleichen Style reingehen würden in jedes Projekt?

00:23:06: Also dann geht es nicht natürlich und wir arbeiten auch anders von so einem Briefing, vom Konzept eigentlich aus und nicht von... also mindestens bei mir beim Zeichen Illustrieren kommt ganz oft von... ich soll' dich sagen spontan Das war immer mein Ding oder mindestes meine Herangehensweise dass ich mich nie überlegt habe was Zeichne ist sondern Du legst mal los und das war einfach das Ding.

00:23:31: Ich habe immer Characters gezeichnet, aber ich hab nie eine Person vor Augen gehabt.

00:23:34: Ich hatte nie gesagt, ich zeig mir jetzt Adi oder so was, sondern einfach mal anfangen Linien zu ziehen und das wird

00:23:39: zu irgendeinem Zeichen.

00:23:40: Also auf dem weißen Blatt Papier?

00:23:41: Auf dem weiße Blatt papier!

00:23:42: Und das war das coolste finde ich daran weil ich einfach mal angefangen habe... ...und dann kam irgendwas raus.

00:23:48: Später habe ich gesagt dass erinnert mich an den und denen oder so und so.

00:23:51: Das ist ähnlich wie so ein Schreibprozess auch, der man machen kann.

00:23:54: Stream of Consciousness heißt das und zwar du fängst an zu schreiben... ...das ist auch ganz gut und scheinbar deine Psyche,... ...du denkst dir nicht jetzt will ich irgendwas berichten oder sowas in mein Tagebuch?

00:24:04: Oder was auch immer so?

00:24:05: Du legst einfach los!

00:24:06: Und es muss keinen Sinn machen, das muss nicht schön geschrieben werden sondern du schreibschreibschribest und da kommt immer etwas sehr Überraschendes raus.

00:24:13: und das war auch... ... mein Prinzip beim Zeichnen.

00:24:16: Und ich finde, das ist das was Spaß gemacht hat.

00:24:17: Das ist das, was befreiend war und daraus kam etwas Cooles weil du dir nicht... Du hast ja nicht so viele Gedanken gemacht eigentlich!

00:24:24: Wenn du aber so ein Stil schon hast und du wirst erkennt wegen diesem Stil dann kannst du wie du gesagt hast dich entscheiden entweder in dem weiterzumachen, aber irgendwann hast du keinen Bock mehr glaube ich oder Du hast das Gefühl, da kommt so viel Druck vom extern eigentlich.

00:24:38: Dass es immer ähnlich bleibt.

00:24:40: Es ist passend, dass du das irgendwie gleich behältst aber trotzdem entwickelst und... Das ist nicht mehr organisch.

00:24:45: Das ist das Ding glaube ich.

00:24:46: Ist es nicht mehr organisch?

00:24:47: Und dann macht's ja aus meiner Sicht kein Spaß mehr!

00:24:51: Da verliert sich schon die Kunst.

00:24:53: Wenn du dich entwickeln kannst, dann veränderst du vielleicht dein Style und dann verlierst du aber die Followerschaft.

00:24:58: Da gehts ja wieder darum wenn du erfolgreich sein wirst als Künstler, ...dann ist das wieder Creator Economy ... dann verlierst du wieder den Spaß.

00:25:05: Also ich finde, für mich... Es gibt Leute die sich bestimmt da voll... ...gefunden haben in diesem Crossroad zwischen so Content Creation und Kunst,... ...für mich war das aber das Fand so oppositztig nicht unterkriegen konnte zusammen,... ...dass es Spaß macht und passt sondern ich habe angefangen meine eigene Kunst zu hassen,... ...und jedes Mal wo jemand kam und die wollten was für mich, dachte ich mir immer so... ...mein Gott!

00:25:25: Ich hab keinen Bock das jetzt so machen.

00:25:26: Und dann achte ich mir so heh?

00:25:28: Warum?!

00:25:29: Das ist wohl schade, ich zeige ihn dann einfach für mich selbst.

00:25:31: Und ich finde

00:25:32: hier....

00:25:34: Wie wir arbeiten, da kommen aber voll coole Ergebnisse raus.

00:25:37: Gerade weil wir aus unserem eigenen Style und ästhetischen Präferenzen rauskommen müssen... ...weil das ist nicht immer das was die Kunden wollen.

00:25:45: Und da kannst du aber viel schneller wachsen finde ich!

00:25:47: Es ist auch nie das gleiche Ergebnis auch wenn es gleich

00:25:50: gebriefing

00:25:50: ist.

00:25:50: Also das ist natürlich schon irgendwie super spannend dass es immer unterschiedliche Arten gibt.

00:25:57: Die Aufgabe zu lösen so ... ohne berechtigt sagen zu können.

00:26:02: Da ist es besser oder da ist es schlechter gelöst worden?

00:26:04: Ja, absolut!

00:26:05: Es ist objektiver und weniger subjektiv... ...und ich bringe mich dann nicht als Person oder so was Privates rein,... ...so sehr wie ich das in meiner Kunst mache.

00:26:13: Und deswegen habe ich diese Kapazität quasi um breiter mich anzulegen.

00:26:17: und ja.

00:26:19: Hast du damit die Frage schon beantwortet,... ...wie debst du deine Kunst außerhalb der Arbeit aus?

00:26:23: Das heißt du malest schon auch noch irgendwie privaten Zeichen?

00:26:25: Zeichne

00:26:25: er malenlich, ja.

00:26:26: Ich bin eher auf ein bisschen von der Street-Szene so auch.... ... taggen und so was bist gerne.

00:26:32: Und Characters Zeichen, das war immer ein bisschen

00:26:34: die Instru... Eher so im dicken Stift?

00:26:35: Ja genau, Keith Herring meine größte Inspo-Leaving.

00:26:39: Das glaube ich merkt man auch.

00:26:40: bis denn mit den Outlines und Comicbooks waren auch große Inspos für mich immer.

00:26:44: Da früher als Kind habe ich immer so viele Comics gezeichnet halt von meinen Eltern und sowas.

00:26:48: Das wollte ich auch immer gerne machen aber da kann man nicht überleben.

00:26:52: Er hat ja vom Stil sehr ausgeprägte dicke fette Linien sehr expressiv

00:26:59: Outline, dieses präsente schwarze dicker Linie.

00:27:02: Ich liebe sowas einfach nicht.

00:27:04: Eigentlich

00:27:05: auch echt nicht weit weg irgendwie von der Graffiti.

00:27:08: Total

00:27:09: und sonst eigentlich mehr schreiben als ...

00:27:13: Ja eine wahnsinnig schöne Handschrift hast du

00:27:16: ja auch.

00:27:18: Ganz altmodisch eigentlich.

00:27:20: Ja viel schreiben tue ich auch.

00:27:21: wie gesagt ich komme ursprünglich aus der Literatur-Ecke.

00:27:24: das heißt lesen und schreiben ist eher das aber das ist eher privat.

00:27:29: Also nicht irgendwas, womit ich jetzt irgendwie in den Public gehen würde.

00:27:33: Deswegen sage ich halt, journalistische Karriere ist hinter mir und das machen wir nicht mehr.

00:27:38: Hast du das während dem Studium schon irgendwo festgestellt dass es dich in eine andere Richtung ziehen wird?

00:27:43: Ich meine letztendlich ist es ja trotzdem eine Superpower die man ja mitnimmt.

00:27:46: Ich mein Text- und Art sind ja in unserer Branche ganz nah beieinander immer enger zusammen, das kommt ja auch noch dazu.

00:27:57: Also wenn man jetzt sich so ein bisschen die letzten Jahre anschaut dann ist einfach die Feststellung natürlich schon da dass sich Disziplinen viel mehr ineinander verzahnen und miteinander verschmelzen, dass Kompetenzen irgendwie rüberschwappen.

00:28:11: Dass es natürlich einen viel schnelleren Weg ist.

00:28:13: ich habe schon... ...die textliche Mechanik begriffen, ich kann sie schon mal übersetzen Ich kann sie mal irgendwie in den Layout packen mit meiner eigenen kleinen Textidee dann zu einem Texter gehen und da nochmal auf einer ganz anderen Basis irgendwie sprechen.

00:28:28: Und dann ist es ja auch in dieser ganzen Content, und in diese strategischen Richtungen so vom Storytelling-Format, egal was in so eine Richtung zu entwickeln ein Gespür für Geschichten oder Schrift zu haben.

00:28:42: Das ist natürlich schon ... Garantiert kein Studium, das dir nicht so gut bekommt.

00:28:47: Es ist auf jeden Fall sehr wertvoll.

00:28:49: aber ich muss ja auch sagen dasselbs.

00:28:50: da merke ich, dass es nicht zu übersetzen ist in alles was wir machen.

00:28:54: beispielsweise was mir was mich selbst viel Spaß macht nur was sich gerne mache und ich glaube auch gut mach sind ist Storytelling.

00:29:01: also ist quasi das emotionale was man wahrnehmen kann und dann eine Geschichte übersetzen kann.

00:29:07: Was ich aber nicht sogut machen kann ist dieses klassische Texten, also Kopie schreiben oder irgendwie wenn das auch schon Media geht die Caption so ist.

00:29:14: Das liegt mir gar nicht.

00:29:16: Da fehlt mir Platz um mich auszudrücken finde ich und irgendwie mit diesem klassische Werbe-Kopie muss schnell sein, muss witty sein... Das habe ich nicht drin tatsächlich!

00:29:27: Das wollte ich jetzt gerade sagen.

00:29:28: ob es dir ein Ticken zu schnell geht im Sinne von Es muss auf den Punkt gehen, es muss irgendwie so.

00:29:33: ja Leute haben keinen Bock zu lesen oder vielleicht wenig Bock zu Lesen.

00:29:37: Das ist jetzt eine boßhafte Unterstellung, das sozusagen.

00:29:41: Aber letztendlich schnelles, schnelle Plattformen kommen irgendwie... Gibt ein Visual, das soll keine Ahnung die Hux setzen und dann vielleicht noch mal einen kleinen Link auf die Caption, dann von der Caption direkt zum nächsten Call to Action und so irgendwie ne Verkettung.

00:29:58: Und das ganze Ding, dass es irgendwie super kompakt komprimiert sein muss in, weiß ich nicht drei, vier, fünf Wörter oder sowas halt?

00:30:06: dass es so lustig sein muss oder irgendwie nicht lustig, aber diese Punchlines oder Claims und sowas kann ich einfach nicht schreiben.

00:30:15: Vor allem nicht auf Deutsch!

00:30:16: Das ist noch eine Sprachebene, die mir fehlt, die vielleicht ein paar Jahre kommt.

00:30:21: Ich finde, ich kann mich unterhalten normal Aber diese Zwischenzeilen-Messages verpacken das kann ich noch nicht Und das fällt mir total schwer.

00:30:29: Vielleicht wäre es anders auf Englisch.

00:30:30: Ich glaube, da wäre ich ein bisschen fähiger, da reinzukommen.

00:30:33: Aber generell bin ich eher jemanden, der eine Story vielleicht etwas länger erzählen kann... ...aber dafür gehe ich dann in die Materie rein und ich glaube,... ...dass ich da eine Fähigkeit habe, die Gefühle zu treffen.

00:30:43: Und dann richtig Menschen reinzuziehen in eine Story um die gutzuerzählen.

00:30:46: Aber wenn es kurz ist und schnell greifbar sein muss, das ist nicht meine Stärke.

00:30:51: Das ist mir schon bewusst!

00:30:53: Das ist ja einen mega interessant Kontrast, der natürlich auch wieder so... ... herrlich zwischen den Welten steht.

00:31:02: Auf der einen Seite hast du ja, also... Du kommst mit deinem Masterstudium mal auf jeden Fall irgendwie aus der filmischen

00:31:09: Szene

00:31:09: oder aus der Filmische Ecke dann wahrscheinlich auch eher so ein bisschen arthausmäßig keine Ahnung.

00:31:15: da ist man irgendwie im Studium natürlich auch ein bisschen experimenteller unterwegs lässt sich irgendwie auf Sachen ein hat die Zeit natürlich sich ganz tief mit Sachen zu beschäftigen Hat eine helle Freude daran Die Sachen glaube ich auch in ... eine Stimmung auszuerzählen, den Raum zu geben wirklich wirken zu können so.

00:31:39: Den ein oder anderen vielleicht auch so ein bisschen... Also so ... bis an den Moment zu gehen, wo es schon fast anfängt wehzutun.

00:31:46: Ja weil man was aushalten muss ich glaube das ist schon so ein bisschen...

00:31:50: Du musst die Leute einen Warnrabbel machen.

00:31:52: Genau genau dass man das ist ja schon so eine bisschen durch so ein emotionales Hoch und runter dann halt eben zu führen um sie so wie du sagst empfänglich zu machen für dann vielleicht ne Botschaft die einem späteren Moment sitzt.

00:32:04: Das ist natürlich der totale Kontrast irgendwie mit der ganzen Werbebranche.

00:32:08: Es hört sich irgendwie abfällig an aber ihr wisst was ich mein wo ja eben Sachen eventuell schnell gehen, aber vielleicht sind wir auch gerade an einem schnellsten Punkt der Kommunikation.

00:32:20: Vielleicht wird das ein oder andere wieder langsamer?

00:32:22: Oder vielleicht ... ... ändert sich ja auch die Kommunikierung so ein bisschen wieder in solchen Nischenbereiche zurück, wo man in geschützten Räumen vielleicht eher wieder empfänglich ist weil alles andere irgendwie Todalgorithmisiert wurde oder sowas und man eher so ein bisschen der besondere sein will, der eine bestimmte Botschaft bekommt.

00:32:47: Ich weiß nicht, wird man sehen was da die nächsten Jahre bringen.

00:32:51: auf jeden Fall ist es super interessant.

00:32:53: wenn wir im Welt der Kontrasten bleiben wollen dann fragt Simon Barbie oder Oppenheimer

00:33:03: lustig?

00:33:04: ich und Simon tatsächlich haben total anderen Geschmack was Filmen angehen.

00:33:08: Ich glaube viele würden denken, dass wir ähnliche Geschmacks haben.

00:33:10: aber alles was ich mag mag Simon nicht, alles was Simon mag mag ich nicht.

00:33:13: Bei den beiden finde es schwierig!

00:33:15: Ich fand Bobby ein bisschen enttäuschen muss ich sagen.

00:33:19: Oppenheimer fand ich gut aber ich bin kein Fan von Christopher Nolan.

00:33:24: Du bist kein Fan vom Christopher Nolan weil.

00:33:26: da wäre die folgende Frage natürlich

00:33:27: noch mal bitte Wenn er lernt weiblicher Charakter zu schreiben dann werde ich dem vielleicht mehr feiern.

00:33:32: Ich hab ein Beef mit dem.

00:33:33: Du hast einen Beef mit den, weil er nicht kann ... Ich

00:33:36: guck dir seine weibliche Charakter sein.

00:33:41: Dann zieh ich die Frage direkt vor.

00:33:44: Das heißt, Barbi oder Oppenheimer?

00:33:46: Beides hatte ich jetzt nicht vom Hocker gerissen so.

00:33:50: Barbenheimer hieß der Halb.

00:33:54: Dann Elliot Page als Achilles in The Odyssey.

00:34:00: Ja, warum nicht?

00:34:02: Ich bin nicht so gespannt auf Odyssey.

00:34:06: Schauen, aber ich bin gespannt, weil Robert Pattinson in den Odyssey spielt.

00:34:09: Robert Pattison ist Twilight oder ...?

00:34:11: Okay!

00:34:14: Team Edward.

00:34:14: Du bist bekennender Twilight-Fan.

00:34:18: Das

00:34:18: ist ja lustig.

00:34:19: Ja, eher wegen

00:34:20: der Vibe.

00:34:20: Da muss ich mich immer ein bisschen rechtfertigen halt.

00:34:22: Ich bin schon bewusst was von Schrott das ist aber... Okay!

00:34:25: ...ich bin damit aufgewachsen und ich verteidige Sachen die für Frauen geschrieben werden vor allem für Mädels weil sie werden gerne gehadet halt und ich finde die ganze Vampirbranche inklusive Twilight ist auch so ein Ding was Leute gerne gehaded haben weil es Target-audience waren Teenage Girls halt Und dass werde ich verteide bis ich sterbe.

00:34:46: Also es sind ja quasi Fragen von Simon, die wir selber erst mal ein bisschen her recherchieren musste, dass ich nicht so ganz mit Null hier reingehe.

00:34:54: Auf jeden Fall spielt der Elliot-Page nicht Odyssey's sondern spielt nur eine Nebenrolle.

00:34:58: Matt Damon wird sein.

00:35:00: So das ist der aktuelle Stand wobei ja die Casts immer sehr top secret gehalten werden.

00:35:06: Dann noch ne ganz schnelle Doomsday oder Dune drei.

00:35:10: Wieder kein Sci-Fi-Fan, ich bin Art House Girlie.

00:35:12: Okay also...

00:35:13: Sieben und falsche Fragen!

00:35:14: Wieder... Gehen wir weiter.

00:35:19: Juti, Juti?

00:35:20: So dann habe ich noch einen Format Menschen.

00:35:21: wir sind viel zu... Wir haben... Wir lassen uns ein bisschen mehr Zeit, halbe Stunde hin oder...?

00:35:26: Wir machen länger.

00:35:27: Ich hab hier vier Zitaten dabei Making money is art and working is art And good business is the best

00:35:33: art.

00:35:33: Sind das jetzt getrittene Zitate oder?

00:35:35: Nee, das ist eins.

00:35:36: Deswegen habe ich sie auch aufgeschrieben.

00:35:38: Deswegen hab' ich sie auf Zettel geschrieben... weil man kann sich solche Zitate ja nicht merken.

00:35:44: und dann habe ich mir gedacht, dann kannst du da... guck mal, ich klebt es dahin.

00:35:48: Wenn's hält?

00:35:49: Dann kannst du die nämlich angucken, weil du musst die zuordnen müssen.

00:36:03: The more I paint the more like

00:36:05: everything.

00:36:06: Wer

00:36:13: hat das denn

00:36:15: gesagt?!

00:36:20: So, jetzt kenne ich dich.

00:36:21: Jetzt kann ich dir sagen... Eins davon ist von Keith Herring.

00:36:27: Eines ist von Jean-Michel

00:36:31: Basquiat

00:36:33: und eins ist von Andy Warhol und eines ist von Jorimi von Matta.

00:36:39: Das heißt wir haben hier mal auf jeden Fall zwei ziemliche Größen der Pop Art Kultur in die Warhol und Keith Haring, Jean-Michel.

00:36:50: Auch?

00:36:50: Der ist ja genau auch eher wahrscheinlich so.

00:36:52: Pop Art, Expressionismus... ...auch gut mit drin.

00:36:57: Waren alle zusammen Kumpels!

00:36:58: Und eine Werbegröße, nämlich Jean-Remy von Matt.

00:37:02: Irgendwie habe ich das Gefühl dass Making Money's Art vom Warhol kommt.

00:37:06: Du weißt nicht warum.

00:37:08: Okay.

00:37:09: Das heißt lockste ein.

00:37:11: Ich

00:37:11: sage mal making money's art is from warhol.

00:37:23: Das ist schwierig.

00:37:24: Du hast mir echt ein Rätsel hier gegeben!

00:37:27: Also ich kann dir schon mal sagen, dass Andy Warhol und Making Money is Art and Working Is Art in Good Businesses the best art zueinander gehören.

00:37:36: Ja,

00:37:36: das ist auf jeden Fall schon mal ein Match.

00:37:39: Und genau... Eigentlich wollte ich es vorhin ganz kurz auf diesen Satz mit eingehen.

00:37:46: die Werbebranche ja schon auch eine Art der Kunstform ist.

00:37:48: Das fand ich es ja gar nicht weit weg von Warhol, das Making Money eben als eine höchste Form, also die höchsten Kunstform betitelt und von sich selber sagt er hat erst Art machen lernen müssen um dann später zu lernen wie man Geld aus Kunst macht und das ist die höchste Form.

00:38:14: Und letztendlich ist es ja bei ihm alles, also alles ineinander verzahnt, irgendwie Business, Massenproduktion, man kennt's, The Factory, wilde Parties,

00:38:26: sexuelle

00:38:26: Revolution, Alufolie.

00:38:30: Stimmt!

00:38:31: Obwohl ich von den allen glaube ich mein wenigstens noch Fan von ihm bin?

00:38:34: Ja, das glaube ich.

00:38:37: Ich weiß gar nicht wie viele... Warhol ist auch so, viele mögen Warhol einfach nicht.

00:38:41: Weil da halt vielleicht auch zu ... ist die Number One irgendwie so.

00:38:46: und dann hat man halt

00:38:47: nur so.

00:38:47: Das einzige was ich von der Magen ist die Velvet Underground Banana.

00:38:49: Roy Liechtenstein oder was noch irgendwie so?

00:38:51: Und dann sagen alle ah ja die zwei das sind

00:38:53: halt so ein

00:38:53: bisschen genau.

00:38:54: das is too mainstream um Artie zu sein.

00:38:56: deswegen muss man dann zwei Schubladen tiefer gehen und

00:39:01: äh ... Ja okay warte mal dann weiter.

00:39:05: Creativity's not a talent Das könnte Basquiat sein.

00:39:12: It's what left over when you give up copying.

00:39:15: Das könnte basquiat, weiss nicht.

00:39:18: Soll?

00:39:19: Du

00:39:20: musst mich genau... In Zweifel musst du halt eben raten.

00:39:22: also... Ich muss

00:39:24: sowieso raten!

00:39:24: Also ich würde sagen dass es vielleicht basquat

00:39:27: ist.

00:39:28: Was was welches?

00:39:29: Creativity is not a talent it's whats leftover When You Give Up Copping.

00:39:33: Aber es könnte auch Scheiße ich weiß nicht.

00:39:35: Du hast mir echt ein Rätsel gegeben

00:39:36: jetzt.

00:39:39: Also, Giorgimi Matt der Pragni.

00:39:44: Ne?

00:39:44: Bei welchem Zitap?

00:39:46: Creativity is not a talent it's what left over when you give up copying.

00:39:48: Genau ja, der Pragmatiker, Werbe Dino sagt das ist keine... Ich glaube auch dass er sich selbst ich meine er hier oben nochmal auf Foss zurückzugehen.

00:40:00: Er kopiert ja Foss hört ihr auch nicht auf die Story zu erzählen können eine Schule ist, durch die man irgendwie... Also das eben kein von Gott gegebenes Talent ist ein guter Werber zu sein.

00:40:18: Sondern dass er ja auch... Er musste es halt eben ganz auf die harte Schule lernen und ist daraus geflogen hier rausgeflogen war nie erfolgreich.

00:40:26: Von Praktikantenlevel zum Praktikanten Level um dann irgendwie... So also ich glaube das wahrscheinlich das Narrativ Es sind irgendwie Skills, die kann man lernen.

00:40:41: Das denke ich aber schon!

00:40:43: Genau es gibt ja auch ganz klare Regeln nach denen Kommunikation funktioniert.

00:40:50: Ich glaube sie ändern sich hier und da vielleicht mal wieder.

00:40:53: Aber so die Grundprinzipien stolpern einem Jahr oder liegen.

00:40:59: mit denen ist man immer wieder konfrontiert Und dann muss man es entsprechend adaptieren.

00:41:06: Creativity is not a talent.

00:41:07: It's what you left over when it was given up.

00:41:09: Copying ist von Jean-Remy von Matt Ferrerweise, muss ich sagen dass es Zitaten Deutsches war.

00:41:16: Okay

00:41:17: dann?

00:41:17: Ja das heißt die Momo musste ja irgendwie gleichsetzen mit den anderen Zitaten sonst wäre es ein bisschen arg einfach gewesen.

00:41:24: Jetzt hast du noch zwei zwischen

00:41:25: deinen... Dann würde ich sagen the more I paint the more i like everything, Basquiat.

00:41:28: Richtig!

00:41:29: Dann weißt Du was wegen Paint.

00:41:32: Ja, genau.

00:41:32: Keith Herring

00:41:33: hat nicht gepainted.

00:41:34: Er ist ja wirklich ein Typ der viel an der Leimwand unterwegs war.

00:41:37: Und

00:41:38: Keith Hering war nur in Underground unterwegs?

00:41:40: Viel irgendwie in Layern gearbeitet hat und ich glaube auch viel Masse produziert

00:41:43: hat.

00:41:44: So das heißt, ich glaube er hat da natürlich sein Ventil gesucht für alles was ihn innerlich umgetrieben hat.

00:41:52: Das war ein cooler Typ.

00:41:53: Und keithering letztendlich als derjenige der viel diesen demokratischen Gedanken der Kunst quasi mit drin hat So, also eigentlich leuchten sie einen sehr gut.

00:42:04: Eigentlich kannst du sagen hast alle... Fast allen richtig!

00:42:09: Sehr, sehr, sehr gut!

00:42:11: Krieg ich jetzt

00:42:13: ein Reward dafür oder?

00:42:14: Ah ne, einfach nur eine nette Story.

00:42:16: können wir drüber reden.

00:42:22: Geil!

00:42:23: Jetzt sind wir irgendwie schon viel zu weit um nochmals auch richtig über diese Diebenthemen zu sprechen.

00:42:29: Ich wollte noch eigentlich so ein bisschen über deine Abschlussarbeit sprechen und auch da wieder so ein bissel diesen ganzen Punkt der Kontraste.

00:42:38: Und so dieses zwischen den Welten stehenden eben auf der einen Seite diese wahnsinnige Geschwindigkeit, die man so aus der Agenturswelt hat irgendwie so Deadline Mode und keine Ahnung wie man welche Begriffe da drum herum alle ranken Das heißt, da drehen sich Sachen schnell.

00:43:00: Sachen müssen irgendwie im Zweifel auf Knopfdruck funktionieren.

00:43:04: Wir müssen irgendwie versucht werden durch Dach zu sein Im besten so in Steinen gegossen dass sich dann nichts mehr dran ändert weil wenn sich was ändert muss man ja nochmal hergehen und noch mal fühlt sich an und fast schon an wie eine kleine Niederlage zu sagen, ah das habe ich mir zwar überlegt aber es stimmt doch nicht so was ja total menschlich ist.

00:43:27: Ich denke mir das auch oft.

00:43:28: deswegen versucht man ja einen klaren oder logischen Prozess halt eben herzuleiten um die einzelnen Aspekte weg abstecken zu können und sich seine eigenen Leitplanken zu machen.

00:43:42: Aber letztendlich sind wir ja trotzdem ganz oft erst mal nur auf konzeptioneller und gedanklicher.

00:43:49: Und eine Ebene unterwegs, die versucht was abzuspiegeln, was irgendwie irgendwann mal sein wird.

00:43:55: bei einem Mutboard ist es ja auch so da hat man dann halt irgendwie ein paar coole Bilder und dann kommen dann vielleicht noch einfach Faktoren, die man entweder nicht auf dem Schirm hatte oder die man so noch nicht absehen konnte, die einem weggekürzt worden sind.

00:44:09: das gibt's auch dass man zum Beispiel sich eine coole Bildwelt überlegt und sie zusammenzieht.

00:44:16: Und diese Bildwelt dann halt vielleicht auch nur... ...koexistent sein kann mit den entsprechenden Locations oder den entsprechende Typen, oder einem entsprechenden... ...whatever Klamotten-Style oder so was?

00:44:30: Ja!

00:44:31: Dann merkt man hoppler der Cast, den ich da jetzt hatte für die Arbeitgebermarke X. Da sitzt doch noch ein bisschen ein Gap drin und da muss man dann schon schnell in der Lage sein wieder Dinge irgendwie umzuwerfen und so ein bisschen anzupassen.

00:44:45: Dann halt eben auf der anderen Seite, das wo du herkommst mit deinem Film Split, dann zehn Minuten in etwa... Der in einer totalen Langsamkeit

00:44:59: funktioniert.

00:45:00: Das ist eine Semesterarbeit wahrscheinlich, einen halben Jahr dran gearbeitet, ein Jahr für am Ende zehn Minuten.

00:45:09: Und da kann man sich auch immer wieder tausendmal auch neuer finden.

00:45:16: Wahrscheinlich war es nicht das erste Konzept, was da ...

00:45:24: Eigentlich habe ich zwei Jahre davor schon die Idee im Kopf gehabt und nicht geplant, dass es ein Jahr dauern würde.

00:45:31: Ich dachte natürlich, das wird viel schneller alles gemacht werden.

00:45:34: Erzähl

00:45:34: vielleicht ganz kurz so einen kurzen

00:45:37: Wrap-up

00:45:38: zum Film?

00:45:38: Also ich hab einmal, vielleicht starte ich halt von dem InSpo selbst und zwar habe ich einen Dokumentarfilm geschaut der eineinhalb Stunden dauert und er heißt Samsara.

00:45:46: Das kann ich wieder jedem empfehlen anzuschauen weil es total spannend ist.

00:45:51: Es ist ein Nicht verbaler Film aber das heißt niemand erzählt was es gibt kein Narrator es gibt keine Schauspieler Niemand, also keine Interviews.

00:46:00: Nichts!

00:46:00: Es sind nur Aufnahmen aus, weiß ich glaub' ich, fünfundzwanzig Ländern die über fünf Jahren aufgenommen wurden und die werden gekattet trotzdem in eine sehr mächtige emotionale wilde Story die im Prinzip alles Mögliche abdeckt.

00:46:16: kurz gesagt was ist es ein Mensch zu sein?

00:46:18: Was ist das dieser menschliche Erfahrung zu leben zum weiß ich nicht Trauern sterben?

00:46:22: Alles mögliche so weil's am Sarah heiß glaube ich so zyklus vom Leben und Tod.

00:46:28: Und der Film hat mich so krass geprägt eigentlich, dass ich mir diese Idee gespielt habe was könnte ich nicht so etwas machen wo ich nicht was erzählen muss sondern nur was zeigen kann?

00:46:42: weil Thema was mich interessiert hat war meine eigene Identität die so ein bisschen wie du gesagt hast wir schon Welten sitzt weil ich aus einem Land komme dann bin ich woanders hingegangen dann zu Hause fühle ich mich Ganz wohl dann im Ausland bin ich nicht zu Hause und man ist irgendwie so immer dazwischen.

00:46:57: Und ich wollte darüber ein Kurzfilm machen, mit dem gleichen Prinzip quasi dass es... ...nicht verbal ist sondern das ich nur Sachen zeige weil ich fand über sowas zu reden wie Identität.

00:47:06: es ist extrem schwer Sachen zu verbalisieren und Ich finde es verliert am Wert Es verliert an... Wie soll ich sagen Emotionalität wenn du versuchst das zu verbalizieren?

00:47:17: Weil Du Sachen zu krass konkretisierst?

00:47:19: und wenn Du nun die Bilder zeigst und Leute bisschen fühlst Die können Sachen selbst reininterpretieren und haben nicht diese Krücken quasi, um Sachen zu verstehen.

00:47:28: Und das war die Idee!

00:47:30: Ich dachte es wird super easy klappen wenn ich das auf einem Kontrast zwischen Liebe-und-Hass aufbaue.

00:47:34: Und zwar liebe und Hass gegenüber eigener Herkunft Heimat weil einerseits ist man gegangen weil man Sachen nicht gemocht hat andererseits vermisst man Sachen die man hinter sich gelassen hat.

00:47:44: Das ist so ein Zustand wo man nie komplett glücklich ist oder sich komplett fühlt und ich fand das voll spannend als Ansatz für ein Film.

00:47:55: Und so, das war jetzt mein Konzept und ich dachte dass wir voll easy sein.

00:48:00: und dann war ich in Grazien.

00:48:01: eineinhalb Monate lang habe so viel gedreht aber irgendwie kannst du dir da auch kein Screenplay schreiben.

00:48:08: Du kannst nicht wirklich so einen Drehbuch vorbereiten.

00:48:10: Ich hab's natürlich versucht bis denn mit Kompositionen zu spielen paar Ideen mir überlegt, aber letztendlich war das so dass ich wirklich mit meiner Black Magic einfach ein oder halb Monaten jeden Tag rausgegangen bin und ich habe einfach Sachen aufgenommen.

00:48:22: Und ich kam zurück mit irgendwie sechs Terabyte Material oder sowas und hundert in von Aufnahmen.

00:48:26: Ich wusste gar nicht mal okay und jetzt was mache ich damit?

00:48:29: Und dann hat es noch länger gedauert bis sich... also ich hab's so lange geschnitten und versuch daraus etwas zu zielen um eine Story zu erzählen.

00:48:37: Es war besonders schwer negative Seiten darzustellen weil die Sachen waren die nicht unbedingt ... am Dienstagnachmittag passieren, wenn du unterwegs bist und es ist extrem schwer Zugang zu bekommen... ...zu solchen Situationen.

00:48:49: Und das war der Struggle dahinter!

00:48:51: Ich habe am Ende trotzdem was geschafft, womit ich zufrieden war,... ...ich glaube ich hab's geschafft das rüberzubringen, was ich rüberbringen wollte,... ...aber es ist schon wahnsinnig dass du ein Jahr gebraucht hast vom natürlich Konzept bis Schluss aber trotzdem ein Jahr für die zehn Minuten.

00:49:08: Und ich hab alles selbst gemacht also wirklich alles bis auf Grading.

00:49:12: dass da hat mir jemand geholfen.

00:49:14: Aber Konzept, ich habe am Ende doch ein Voice-Over gemacht weil es nicht für Ballen nicht ganz geklappt hat.

00:49:18: dann hab' ich mich entschieden da so einen Gedicht drüber zu schreiben.

00:49:21: Dann war's ja auch die Frage auf welche Sprache machst du das?

00:49:24: Ist es auf kroatisch damit meine Eltern verstehen können?

00:49:26: ist es auf englisch damit alle verstehen können?

00:49:28: und auf deutsch damit Leute hier's verstehen können?

00:49:30: Und das...das war auch so bisschen Meter Weil.

00:49:32: dadurch Hat sie nochmal bestätigt, dass sich wirklich zwischen Welten sitzt und dass es keine endgültige Lösung gibt.

00:49:39: aber am ende war ich zufrieden mit meinem Ergebnis.

00:49:41: gesagt, was ich sagen wollte.

00:49:43: Ist auch in so Chaptern aufgeteilt?

00:49:45: In vier Chaptern weil es war schwierig die verschiedene Gefühle in eine lineare Story zu bringen und ich habe auch dann irgendwann realisiert Es kommt nicht zusammen.

00:49:55: Ich muss das trennen auf... ...verschiedene Gefühlen.

00:49:58: Also einerseits hast du Sachen wie Melancholie oder Nostalgie Oder Sachen, die du vermisst.

00:50:04: Andererseits hast Du ne gewisse Resentment-Sachen Ja, den du vergessen würdest am liebsten

00:50:10: etc.,

00:50:10: etc.

00:50:11: Akzeptanz am Ende des Tages oder ja es gab vier verschiedene Kapitel halt die alle verschiedene Aspekten dieser Identität abgedeckt haben.

00:50:21: und der Film spielt auch recht prägnant mit der Musik oder?

00:50:29: Die ist auch also selbst gemacht, selbst kompromiert.

00:50:32: Das

00:50:33: stimmt nicht, das stimmt nicht.

00:50:34: Die Musik habe ich nicht selbst gemacht sondern Eine bekannte aus Tübingen, die ist ja auch Musikerin.

00:50:39: Julia Fai heißt sie.

00:50:40: Die hat das für mich in einem Nachmittag in drei Viertelstunden gemacht.

00:50:45: Ich habe Konzept geschrieben für die Musik im Sinne von ich will dass es da so und so klingt und ich will, dass es das und das vermittelt.

00:50:50: Und nutze bitte die Synthesizer und keine Ahnung... ...und die kam wirklich zu mir und die hatte keine Zeit gehabt.

00:50:56: Irgendwann hat sich einfach hingesetzt und hat einfach mal irgendwas gespielt und das war perfekt!

00:51:00: Es war perfekt und ich hab's einfach direkt genommen.

00:51:02: Und kaum bearbeitet, das ist in dem Film einfach drin.

00:51:04: Ist ja schon fast live!

00:51:06: Das ist crazy.

00:51:07: aber ich habe selbst dann ... ... Schnitt von allem gemacht mit ... ... den ganzen Soundeffekten so was.

00:51:13: Das hab' ich alles selbst gemacht damit.

00:51:16: Der hat's aber gespielt auf dem Sinn.

00:51:18: Wenn ich mich recht erinnere sind es nur Bilder von deiner Heimat oder?

00:51:22: Also hast dich ganz bewusst dazu entschlossen... ... nur

00:51:27: Anführungszeichen deine... Zum Teil hab ich sie hier aufgenommen

00:51:29: Deine Vergangenheit zu verarbeiten oder so?

00:51:31: Oder ist es...

00:51:33: Es waren, ich würde sagen Mehrheit.

00:51:34: Waren wirklich in Kroatien aufgenommen.

00:51:36: Ware Orte die mich an Sachen erinnert haben wo ich Sachen erlebt habe.

00:51:41: aber dann wo ich zurückkam nach Deutschland habe ich realisiert vor allem mit diesem Ich hab gesagt wie gesagt halt wollte auf diesen Kontrasten den Film aufbauen Mit Liebe und Hass, positiv und negativ Und die negativere Seite haben mir wirklich gefehlt.

00:51:52: Ich hatte nicht genug gehabt und dann habe ich mich entschieden hier paar Sachen aufzunehmen die ich dann ... so geschnitten haben und so verarbeitet hat, dass die trotzdem organisch in den Filmen reingepasst haben.

00:52:04: Stellt ich mir auf jeden Fall... Da hast du den Film ja auch hier im Kino Arsenal?

00:52:08: Ja genau!

00:52:09: Im Kino Museum.

00:52:09: Ah,

00:52:10: Kino museum

00:52:11: sogar.

00:52:12: Kino-Museum gespielt dann wo alle Abschlussarbeiten von

00:52:15: dem

00:52:15: Semester oder wo ein paar präsentiert wurden.

00:52:20: Das stelle ich mir ziemlich krass vor.

00:52:23: Wo jetzt

00:52:23: Bär und Chris waren dabei?

00:52:25: So weit die Türe aufzumachen Persönliche

00:52:30: psychologische

00:52:31: ... In seine persönlichen Psychotherapie, die man vielleicht auch so mit dem Film durchgemacht hat.

00:52:39: Du gehst ja wirklich her und fängst irgendwie beim Punkt Null an und überlegst dir ab wann geht es dann vielleicht um?

00:52:48: Selbstzweifel, Identität, Identitätsvolllust.

00:52:52: Und man öffnet sich komplett, macht sich irgendwie angreifbar und man macht sich komplett nackt... ...und dann hat man dann noch so diese Riesenleitwand.

00:52:59: Also ich glaube es ist nochmal was anderes.

00:53:02: Ich habe mich hingesetzt und dachte mir sobald es angefangen, warum hab' ich's gemacht?

00:53:05: Wenn man so kurz durchskippt und dann natürlich sagt er hier coole Bilder und guck mal hier und dann will ich hier irgendwie so ein bisschen... Konzept rund Umschlag macht, das ist noch mal wie was ganz anderes.

00:53:18: Meistens dann vielleicht am Laptop oder so oder wo man so eher vielleicht abklopfen möchte.

00:53:22: Das ist das Stilmittel.

00:53:24: Guck mal da hier Grading... Wie findest du es Grating?

00:53:26: Also gibt's dann so ganz andere Punkte über die man sprechen kann und dann kommt natürlich dieser große Moment wo so ein Gesamtfilm dann da abläuft der dann auch natürlich noch so eine emotionale Tiefe hat.

00:53:37: Aber ich bin mir ziemlich sicher dass du ein gutes Feedback bekommen hast.

00:53:40: danach.

00:53:40: Schon!

00:53:41: Also viele Leute haben mir danach ... sehr schöne Sachen gesagt.

00:53:45: Und es hat mich wahnsinnig gefreut, aber ich hab trotzdem gesagt... Ich schaue es mir nie wieder an!

00:53:50: Und vor allem nicht mit anderen Menschen.

00:53:52: Anna-Lena hat's vorgeschlagen das ist mal hier im Montag-Meeting-Zeug.

00:53:54: Ich habe gesagt, niemals liegt ab.

00:53:57: wenn sich jemand das privat anschauen will, kann man, aber... ...ich glaube ich kann nicht daneben sitzen.

00:54:01: Stimmt,

00:54:02: du hattest ihn nicht gezeigt?

00:54:03: Nein, ich habe euch nur mein Konzept dargestellt

00:54:05: und... Also ich habe

00:54:06: lange

00:54:07: redet, ich hab ihn angeguckt.

00:54:08: Okay.

00:54:10: Ich hab mir die zehn Minuten genommen.

00:54:13: Nee, ich hab sie mir genommen in den Film anzugucken.

00:54:16: Es ist also ein total cooler Film.

00:54:18: Ich habe dann auch noch kurz in diese Samsara Nummer reingeschaut Also diese Kreislaufgeschichte was natürlich irgendwie epochalen Bildern mit einem völlig over-exerrated

00:54:31: Insane

00:54:32: Grading arbeitet, also es ist auch ja so ein komplettes Farbenspiel.

00:54:36: Ich glaube auch...

00:54:37: Mächtige Kompositionen und... Weiß

00:54:38: gar nicht wie man das sowieso, hast du gesagt?

00:54:40: Vor fünf Jahren in, keine Ahnung, wieviel oder im Fünfundzwanzig verschiedenen Ländern mit einem Equipment, dass ich kein Mensch leisten kann.

00:54:48: Die haben gesagt, da sind mit so vielen Koffern und so Equipmentszeug durch die ganze Flughäfen waren am Reisen.

00:54:54: Das war super anstrengend halt weil die haben über dreißig solche Kisten gehabt einfach mit... ... war echt Dedication halt, aber daraus kam etwas was du nicht zweimal sehen wirst.

00:55:04: Das ist so was Besonderes und ich find's krass dass niemand kennt den.

00:55:07: Egal wie mich erzählen...

00:55:08: Den zieh' ich mir auf jeden Fall auch noch rein.

00:55:09: Ich hab

00:55:10: wie gesagt

00:55:11: bisher nur den Trailer gesehen als du da davon gesprochen hattest.

00:55:16: Ja sehr schön!

00:55:17: Mega!

00:55:18: Dann hätte ich gesagt gehen wir mit allem anderen was ich da noch stehen habe?

00:55:25: Blicken wir in der Follow-up Folge, noch tiefer in Deine Seele und in die Werbe und die Kunstwelt.

00:55:34: Ich glaub das war da richtig cool!

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